Abschlussarbeit

Objektive und subjektive Analyse der Raumakustik in Großraumbüros

Steckbrief

Eckdaten

Professur:
MEDAK
Status:
abgeschlossen
Forschungsgebiet:
Lärmforschung,
Psychoakustik

Betreuer

Masterarbeit von Xu Xinya

Im alltäglichen Arbeiten sind Menschen von verschiedenen Geräuschen bzw. Lärm umgeben, die sich maßgeblich auf die kognitive Arbeitsleistung und die akustische Zufriedenheit auswirken können. Diese akustische Wahrnehmung und ihre Auswirkungen werden von verschiedenen Faktoren verursacht und beeinflusst. Daher wird eine vielfältige akustische Raumanalyse, sowohl vom objektiven, als auch vom subjektiven Aspekt, benötigt. In dieser Masterarbeit wurden Großraumbüros mit gehörrichtigen Verfahren vermessen und deren akustische Eigenschaften analysiert. Zum Einen wurde die Raumakustik der Räume untersucht, zum Anderen wurde die akustische Umgebung in Anwesenheit von Personen für die psychoakustische Analyse gemessen (In-Situation-Messungen). Dabei wurde neben einem omnidirektionalen Mikrofon der ITA-Kunstkopf verwendet, um eine gehörrichtige Auswertung zu erhalten. Zusätzlich wurde die subjektive Wahrnehmung untersucht, indem Fragebögen an die anwesenden Personen in den Räumen verteilt und während der In-Situation-Messungen ausgefüllt wurden. Anschließend wurden die Korrelationen zwischen Raumakustik- und Psychoakustikparametern, sowie zwischen objektiven und subjektiven Ergebnissen ausgewertet. Dabei hat D2,s besser als T20 und T30 sowohl mit der subjektiven Wahrnehmung der akustischen Umgebung, als auch mit der subjektiven Abschätzung der Nachhallzeit korreliert. rD und rp hat in Bezug auf die Sprachverständlichkeit mit Stimmen und Lachen von Kollegen und mit der subjektiven Abschätzung der Sprachverständlichkeit korreliert. I ACC zeigte signifikante Korrelationen mit der binauralen Lautheit und mit der subjektiven Wahrnehmung von Stimmen und Lachen der Kollegen. Es wurden Korrelationen zwischen der Schärfe und der subjektiven Wahrnehmung festgestellt, sodass der Lärm verstärkt wahrgenommen wird, weil eine größere Schärfe normalerweise zu einer höheren Belästigung führt. Außerdem wurde nachgewiesen, dass objektive Parameter subjektiv bewertet werden konnten. Jedoch wurden die Lautheit bzw. die Sprachverständlichkeit der näheren Kollegen besser als die der Kollegen in weiterer Entfernung abgeschätzt. Bei ST I und Lautheit wurde ein signifikanter Unterschied zwischen den monauralen und binauralen Werten festgestellt und bei Schärfe jedoch keinen signifikanten Unterschied.