Abschlussarbeit

Untersuchungen zum binauralen Sprachübertragungsindex in Klassenräumen

Steckbrief

Eckdaten

Professur:
MEDAK
Status:
abgeschlossen
Forschungsgebiet:
Psychoakustik,
Binauraltechnik

Betreuer

Bachelorarbeit von Wagener, Julia

Wann das menschliche Gehör Schall als Lärm empfindet, ist sehr subjektiv. Schon von klein auf wird der Mensch jeden Tag durch laute Geräusche belastet. Die konventionellen und standardisierten (monauralen) Messmethoden können jedoch nicht deutlich zeigen, wie komplex Schall beziehungsweise Lärm vom Menschen wahrgenommen wird. Dafür wurden in der Psycho- und Raumakustik erste binaurale Modelle entwickelt, welche auf der Körpergeometrie und kognitiven Wahrnehmung von Erwachsenen basieren. Dabei ist noch unbekannt, ob diese Modelle auch für Kinder anwendbar sind, da sich die Physiologie und Wahrnehmung von der eines Erwachsenen unterscheidet. Auf diesem Gebiet wurden bereits erste Forschungen angestellt, die noch keine signifikanten Ergebnisse lieferten. In dieser Bachelorarbeit werden die Auswirkungen von verschiedenen Erfassungsmethoden auf den binauralen Sprachübertragungsindex mit Erwachsenen- und Kinderkunstköpfen untersucht. Dafür werden ein indirektes und ein direktes Messverfahren nach DIN 60268-16-2012-05 zur Messung des Speech Transmission Indexes (STI) verwendet. Das indirekte Verfahren beruht auf einer mathematischen Modifikation der Impulsantwort durch die Schroeder-Gleichung, mit der die Modulationsübertragungsfunktion (MTF) berechnet wird. Beim direkten Messverfahren andererseits, wird mithilfe eines auf geeignete Art und Weise modulierten Prüfsignals der STI gemessen. Die Einflüsse der beiden unterschiedlichen Empfänger in beiden Messmethoden werden in dieser Arbeit miteinander verglichen und die Vor- und Nachteile werden in Betrachtung des Arbeitsaufwandes und vor allem basierend auf Ergebnissen von binauralen Modellen aufgezeigt.