Abschlussarbeit

Einfluss des geglätteten Phasenspektrums von Außenohrübertragungsfunktionen auf die Lokalisation virtueller Schallquellen

Steckbrief

Eckdaten

Professur:
MEDAK
Status:
abgeschlossen

Betreuer

Bachelorarbeit von Vollmer, Lukas

Die Auflenohriibertragungsfunktionen (englisch Head-Related Transfer Function, HRTF) beschreiben den Einfluss des Korpers und des Kopfes auf den am Ohrkanal ankommenden Schall. Dieser enthält Richtungsmerkmale, die das menschliche Gehör extrahieren kann. Eines dieser Merkmale ist die interaurale Zeitdifferenz (interaural time difference, ITD), welche die zeitliche Verzögerung zwischen der Ankunft des Schalls am linken bzw. rechten Ohr darstellt. Im Frequenzbereich wird eine zeitliche Verzögerung durch eine lineare Phase repräsentiert, die Phasenspektren von HRTFs sind allerdings nur näherungsweise linear. Um eine Funktion zu linearisieren, konnen Glättungslagorithmen verwendet werden. Diese wurden im Bezug auf HRTFs jedoch meist auf das Betragsspektrum angewandt, wahrend das Phasenspektrum beibehalten wurde. In dieser Arbeit soll daher der Einfluss gegätteter Phasenspektren auf die Lokalisation virtueller Schallquellen untersucht werden. Dazu werden verschiedene Glättungsalgorithmen vorgestellt und analysiert. Durch die Glattung der Phase sind Fehler in der ITD zu erwarten, die Analyse zeigt jedoch, dass klangliche Veränderungen auftreten, noch bevor die Fehler in der ITD wahrnehmbar werden. Deshalb wurde anstelle eines Lokalisationsversuchs ein Wahrnehmungsversuch durchgeführt. Die Versuchsergebnisse zeigen, dass der Glättungseinfluss gegenüber den objektiven Ergebnissen weiter reduziert werden muss, damit kein Unterschied zwischen geglätteter und origialer Phase wahrnehmbar ist.