Abschlussarbeit

Der Einfluss impliziter Ton-zu-Zahl Assoziationen in der verbalen seriellen Wiedergabe

Steckbrief

Eckdaten

Professur:
HTA
Status:
abgeschlossen
Art der Arbeit:
Bachelor

Betreuer

Bachelorarbeit von Rust, Frederike

In dieser Arbeit wurde die Verarbeitung von verbaler und tonaler Information im Gehirn untersucht. Es wurde geprüft, ob eine implizite Ton-zu-Zahl-Assoziation die Leistung in der verbalen seriellen Wiedergabe beeinflusst. Im Experiment waren 28 Teilnehmende aufgefordert, sich visuell präsentierte Zahlsequenzen mit einer Länge von neun Ziffern in vier verschiedenen Präsentationskonditionen zu merken: rein visuelle Präsentation der Ziffern ohne Töne, Präsentation mit dazu passenden Tönen, Präsentation mit zufällig ausgewählten Tönen und Präsentation aller Ziffern mit dem gleichen Ton.

Zusätzlich wurden bei der Hälfte der Testsequenzen zwischen Präsentation und Wiedergabe der Ziffern neun zufällig ausgewählte Töne abgespielt. Die Teilnehmenden ordneten die Töne selbst den Zahlen zu. Nach dem Experiment füllten die Teilnehmenden einen Fragebogen aus und ihre Fähigkeit Melodien wiederzuerkennen wurde getestet. Die Analyse der Daten zeigte keinen Effekt der Präsentationskondition, aber einen signifikanten Effekt der zufälligen Töne zwischen Präsentation und Wiedergabe. Es zeigte sich auch, dass musikalische Teilnehmende im Experiment generell besser abschnitten. Alle Teilnehmenden hatten keine Schwierigkeiten die Töne den Zahlen zuzuordnen und viele beriefen sich bei ihrer Zuordnung auf die Intuition. Ausgehend von diesen Ergebnissen wird gefolgert, dass eine implizite Assoziation zwischen Tönen und Ziffern besteht, diese jedoch nicht die Leistung in der verbalen seriellen Wiedergabe beeinflusst. Es wird außerdem geschlussfolgert, dass tonale und verbale Information möglicherweise Verarbeitungskapazitäten teilen.