Abschlussarbeit

Hörgeräte-Signalverarbeitung für ein Echtzeit-Auralisierungssystem

Steckbrief

Eckdaten

Professur:
MEDAK
Status:
abgeschlossen

Betreuer

Masterarbeit von Tumbrägel, Jonas

Algorithmen für die Hörgeräte-Signalverarbeitung wurden in dem vergangenen Jahrzehnt ausgiebig untersucht und verbessert. Meistens werden diese unter Laborbedinungen getestet. In realen- und insbesonders unter gestörten Hörumgebungen berichten Hörgerätenutzer jedoch von unzufriedentstellender Klangwahrnehmung. Um die Leistungsfähigkeit von Hörgeräten in akustisch schwierigen Umgebungen zu verbessern, müssen Hörgeräte-Algorithmen in realistischeren Szenarien von Hörgerätenutzern bewertet werden. Geeignete Testbedingungen in realitätsnahen Umgebungen sind schwer zu erzeugen und häufig nicht flexibel. Virtuelle akustische Umgebungen können genutzt werden, um reale akustische Szenen zu simulieren und schaffen kontrollierte Hörversuchsumgebungen. Um Fehler bei der Schallfeldreproduktion mittels existierenden virtuellen akustischen Umgebungen für Hörgeräte zu vermeiden, können simulierte Signale durch Hörgerätealgorithmen bearbeitet werden und in ein Dummy-Hörgerät gespeist werden. Hörgerätenutzer mit mildem bis moderatem Hörverlust nehmen nicht nur den durch das Hörgerät verstärkten Umgebungsschall, sondern auch den sie umgebenden Schall über ihr verbleibendes Hörvermögen wahr. Um dieses in einer virtuellen Umgebung zu berücksichtigen, wird das System um eine lautsprecherbasierte Reproduktion mit einer Übersprechkompensation erweitert. In dieser Arbeit wurden verschiedene, auf einer "Master Hearing Aid" Platform implementierte, Algorithmen untersucht und evaluiert. Zudem wurden elektroakustische Eigenschaften des Dummy-Hörgerätes untersucht. Abschließend fand eine Integration beider Reproduktionssysteme in die virtuelle akustische Umgebung, sowie eine kombinierte Evaluation statt.