Investigations into damping in building acoustics by use of downscaled models : technology and processing

Aachen (2008) [Buch]

Kurzfassung

Die Arbeit behandelt grundlegende Untersuchungen zu Dämpfungseffekten auf dem Gebiet der Bauakustik. Von besonderem Interesse ist dabei die Bedämpfung der Trennwand in einem Laborprüfstand, die direkt das Schalldämmmaß, die wichtigste Größe der Bauakustik, beeinflusst. Aufgrund der Ergebnisse früherer Arbeiten wurden die Untersuchungen an maßstabsgetreu verkleinerten Modellen durchgeführt. Diese bieten den Vorteil exakter Bauausführung sowie frei wählbarer Materialeigenschaften, und gestatten die Realisierung idealisierter Konstruktionen. Zunächst wurden die notwendigen theoretischen und messtechnischen Grundlagen für bauakustische Modellmessungen gelegt. Ausführliche Materialuntersuchungen lieferten die für Experimente und Rechnungen notwendigen Parameter. Danach wurden einzelne Effekte, die zur Bedämpfung der Trennwand führen, am Modellprüfstand in Form von Verlustfaktoren experimentell bestimmt. Eine Simulation mit der Methode der statistischen Energieanalyse (SEA) gestattete detaillierten Einblick in die Energien und Leistungsflüsse des Gesamtsystems. Experiment und Simulation zeigen übereinstimmend, dass die vom Prüfstand in die Trennwand fließenden Leistungen – entgegen der üblichen Annahme – nicht in jedem Fall vernachlässigt werden können. Bisher als Verluste eingeschätzte Effekte können in der Tat Gewinneffekte sein. Weiterhin wurde das Standardverfahren zur Messung des Gesamtverlustfaktors, dem in der Praxis wichtigsten Maß für die Dämpfung, mit einer transienten SEA-Rechnung analysiert. In Übereinstimmung mit Modellmessungen zeigte sich, dass aufgrund des komplexen Schallleistungsflusses in einem Wandprüfstand der Gesamtverlustfaktor mit dem bisherigen Messverfahren in wichtigen Standardsituationen zu gering bestimmt wird. Die Erkenntnisse über die Bedämpfung einer Trennwand im bauakustischen Wandprüfstand erklären bisherige Unstimmigkeiten, werfen jedoch auch neue Fragen grundlegender Natur auf. In der Praxis wird in Zukunft mehr Aufwand nötig sein, um den Einfluss der Dämpfung korrekt zu erfassen; diese Arbeit bietet dafür einen Ansatzpunkt.

Autorinnen und Autoren

Autorinnen und Autoren

Kling, Christoph

Identifikationsnummern

  • URN: urn:nbn:de:hbz:82-opus-25140
  • REPORT NUMBER: RWTH-CONV-105743