Directional room impulse response measurement

Berlin / Logos Verlag (2020) [Buch, Doktorarbeit]

Seite(n): 1 Online-Ressource (XI, 222 Seiten) : Illustrationen, Diagramme

Kurzfassung

Gemessene Raumimpulsantworten sind stets untrennbar mit der Richtcharakteristik der verwendeten Messquellen und -empfänger verknüpft. Für standardisierte Raumakustik-Messungen wird daher eine möglichst omni-direktionale Richtcharakteristik verlangt, um die Vergleichbarkeit der Ergebnisse zu gewährleisten. Dieser Ansatz führt allerdings zum Verlust der Informationen über einzelne Reflektionspfade, sowie der Möglichkeit die akustische Szene bezüglich anderer realer Quellen zu auralisieren. Ein Beispiel für den Einfluss einer Richtcharakteristik ist die wahrgenommene tonale Veränderung beim Umrunden einer Quelle mit starker Richtcharakteristik, z.B. einer Trompete. Dieser Effekt lässt sich als richtungsabhängiges Filter beschreiben. Folglich ist auch der Einfluss der Quell- und Empfänger-Richtcharakteristik auf die Anregung einzelner Reflexionspfade und eine raumakustische Analyse offensichtlich. Eine Richtcharakteristik lässt sich durch eine Zerlegung in sphärische harmonische Basisfunktionen als sphärisches Wellenspektrum darstellen. In dieser Domäne kann die Komplexität einer Richtcharakteristik gut spezifiziert und reguliert werden. Diese Eigenschaft wird in der vorliegenden Arbeit genutzt um die Empfindlichkeit von Raumimpulsantworten, raumakustischen Parametern und somit letztendlich auch des Hörempfindens auf einen sich verändernden Detailgrad einer Richtcharakteristik zu untersuchen. Die Messung von direktionalen Raumimpulsantworten als einen Satz von Messungen mit unterschiedlicher und eindeutiger Richtcharakteristik kann die richtungsbezogenen Informationen einer akustischen Szene im Messergebnis erhalten und eine Analyse bezüglich individueller Reflektionspfade oder einer spezifischen Richtcharakteristik ermöglichen. Idealer Weise kann eine solche Messung in einem Durchlauf erfolgen und erlaubt im Nachhinein die Auswahl einer Richtcharakteristik durch die Linearkombination verschiedener Messergebnisse. Die realistische Durchführung einer solchen Messung erfordert spezialisierte Arrays. Einschränkungen bei der Konstruktion und unvermeidliche Messfehler müssen bei der Auslegung der Messinstrumente und -prozeduren berücksichtigt werden. Die vorliegende Arbeit untersucht diese Einschränkungen im Speziellen für Quell-Arrays.

Autorinnen und Autoren

Autorinnen und Autoren

Klein, Johannes Christian

Gutachterinnen und Gutachter

Vorländer, Michael
Rafaely, Boaz

Identifikationsnummern

  • ISBN: 978-3-8325-5139-1
  • REPORT NUMBER: RWTH-2020-07829

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