Lärmforschung

 

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  Zusammenspiel verschiedener Disziplinen im FuEco Projekt FuEco

Das Forschungsgebiet Lärmforschung befasst sich mit Lärmursachen und Lärmwirkung auf den Menschen. Es ist bekannt, dass heute standardisiert verwendete Belastungsmaße wie zum Beispiel das dB(A) keine Rückschlüsse auf die tatsächlich empfundene Lärmbelastung und auch Langzeitfolgen zulassen.

Im Zentrum unserer Arbeiten stehen hauptsächlich Aspekte von Auswirkungen von Lärm auf die auditive Aufmerksamkeit bei Kindern wie bei Erwachsenen.

Untersuchungen in Kindergärten und Schulen haben gezeigt, dass es wichtig ist in der Lärmbewertung und -erfassung, eine speziell für Kinder entwickelte Messtechnik zu nutzen (Binauraltechnik/Kinderkunstkopf).

Ein Großteil der Weltbevölkerung lebt heute in urbanen Räumen. Im Rahmen von Stadtplanung und Stadtentwicklung gilt es dabei divergente Ansprüche der Bewohner an den Lebensraum “Stadt” zu berücksichtigen. Dem Wunsch nach schönen und lebenswerten Quartieren, mit einem hohen Anteil an urbanem Grün, sauberer Luft, geringem Lärmpegel sowie einer angenehmen Umgebungstemperatur kommt dabei eine besondere Bedeutung zu.

In Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern aus der Geographie, Psychologie, Kommunikationswissenschaften und Architektur entwickeln wir kombinierte Belastungsindizes aus Lärm, Luftqualität und Hitzebelastung, um ein aussagekräftigeres Maß für die tatsächlich empfundene Belastung durch Lärm im urbanen Raum zu erfassen
(UFO Projekt).

Die Planung, Umsetzung und Aufrechterhaltung solcher Räume erfordert eine vielschichtige Betrachtung, die in der Forschung bisher aufgrund der fehlenden integrativen Methodik nicht in ausreichendem Umfang umgesetzt ist. Insbesondere die Berücksichtigung von Situationen mit kombinierten Belastungen stellt eine wichtige Herausforderung dar, da zusätzliche negative Kopplungseffekte, die aus der Kombination von Hitzestress, Lärmbelastung und Feinstaub resultieren, bei Betrachtung der Einzelfaktoren nicht erkennbar sind. Dieses Defizit ist umso bedenklicher, da durch die Auswirkungen des Klimawandels insbesondere im Sommer Belastungssituationen durch thermische Extreme und auch höhere Feinstaubkonzentrationen häufiger zu erwarten sind.